Ornithologische und landschaftliche Vielfalt

   in Südmontenegro und Albanien

         

 (mit ausgewiesener ornithologischer Fachleitung aus Montenegro und der Schweiz) 

  

Freitag 17. – Sonntag 26. April 2020

(Durchführung gesichert)

 



Der junge ex-jugoslawische Staat Montenegro bietet auf kleinem Raum eine grosse landschaftliche Vielfalt. Auf dieser ornithologischen Rundreise entdecken wir im Süden des Landes ganz unterschiedliche Lebensräume mit ihren jeweiligen Vogelarten und einer vielfältigen Flora. 

Vom Flughafen Podgorica führt die Reise nach Cetinje (ehemalige Hauptstadt des Landes). Nach einem kurzen Stadtrundgang geht es weiter zum Nationalpark Lovcen auf 1300 müM, wo wir zweimal in einem Hotel übernachten. Wir unternehmen kleinere Streifzüge durch ausgedehnte Buchenwälder und über die karge Hochebene von Njegusi, welche bekannt ist für ihre Tradition der Schinkenräucherei. Hier beobachten wir mit etwas Glück Mittelmeer-Steinschmätzer, Rotkopfwürger, Kleinspecht, Klappergrasmücke, Zippammer, Steinrötel, Pirol sowie Halsbandschnäpper und Wiedehopf. Bei schönem Wetter lockt ein Abstecher auf den Nationalberg Montenegros Lovcen, wo der Nationaldichter Njegos begraben liegt. Mit Glück kann auch die Ankunft der übers Mittelmeer kommenden Vogelzüge beobachtet werden. 

Eine kurvenreiche Strasse mit überwältigender Sicht auf die Bucht von Kotor führt am dritten Tag hinunter zur Unesco-Weltkulturstadt Kotor. Diese liegt am Fuss steil aufragender Berge zuinnerst im tief eingeschnittenen Meeresfjord. Nach einem Stadtrundgang besuchen wir in der Nähe eine stillgelegte Saline, wo unter anderem Sichler und Löffler entdeckt werden können. Weiter geht es der Küste entlang nach Buljarica, einer von ausgedehnten Sumpfgürteln und Wäldern gesäumten Meeresbucht. Mögliche Beobachtungen sind Ortolan, Wendehals und Weissbartgrasmücke. In Buljarica bleibt nebst Vogelbeobachtungen auch Zeit zum Ausspannen und Geniessen. Übernachtung in einer Privatunterkunft in Strandnähe. 

Nach einem Besuch der alten Ruinenstadt Stari Bar führt die Reise weiter in die ausgedehnten Olivenhaine um Ulcinj. Auf einem lauschigen Spaziergang durch die Olivenhaine mit knorrigen, uralten Olivenbäumen erzählt uns der Inhaber viel Interessantes über deren Nutzung. Hier lauschen wir dem Gesang von Wendehals und weiteren Höhlenbrütern. Weiter geht es zur albanisch geprägten Stadt Ulcinj, wo wir in einer Privatunterkunft in der hoch über den Meeresklippen gelegenen malerischen Altstadt übernachten. Kolonien von Alpen- und Mauerseglern sind hier beheimatet. 

Von Ulcinj aus besuchen wir die unter Ornithologen bekannten Salinen, welche vielen Zugvögeln als Rastplatz oder zur Überwinterung dienen. Krauskopfpelikan, Flamingo und Kormoran sind hier zuhause. Weitere mögliche Beobachtungen sind, Triel, Eisvogel, Rotflügel-Brachschwalbe, Zwergscharbe, Stelzenläufer, Waldohreule, Zwerg- und Flussseeschwalbe, Steinkauz, verschiedene Limikolen, Wiedehopf und Weidensperling. Im Mündungsgebiet des Bojanaflusses und entlang der Sanddünen können in dieser Jahreszeit rastende Limikolen wie Sichelstrandläufer, Sumpfläufer, Terekwasserläufer und Kampfläufer beobachtet werden. Hutweiden in Strandnähe bieten interessante Beobachtungen wie Rotfussfalke, Steinkauz, Pirol, Balkanlaubsänger und Kurzfangsperber. Auch Bienenfresser und Triel haben hier ihre Brutplätze.

 

Von Ulcinj führt die Reise zum unberührten Karstsee von Sas. Auf dem kurzen Aufstieg zu einem wunderschönen Aussichtspunkt erfreuen wir uns am Gesang von

Dorn- und Weissbartgrasmücke. Danach fahren wir weiter nach Skadar, dem kulturellen Stadtzentrum von Nordalbanien. Hier erfahren wir einiges über die bewegte Vergangenheit Albaniens, besuchen die eindrückliche Burganlage mit prächtiger Rundsicht und übernachten in einem traditionellen Hotel. Weiter geht es an den Skadarsee, dem grössten See auf dem Balkan, der mit seinen ausgedehnten Sumpfgebieten und Auenwäldern ein wahres Natur- und Vogelparadies ist. Wie die Salinen von Ulcinj, ist auch der Skadarsee ein wichtiger Rastplatz für zahlreiche Vögel auf dem Durchzug. Auf der Reise dem Nordufer des Sees entlang legen wir einen Zwischenstopp auf einer kargen und steinigen Schwemmebene am Fuss der albanischen Berge ein. Hier brüten Kurzzehen- und Kalanderlerche, Brachpieper und Rotkopfwürger. Mit dem Boot erkunden wir die ausgedehnten Sumpfgürtel und Auenwälder nahe der albanisch-montenegrinischen Grenze, welche Krauskopfpelikanen als Rückzugsort und Nistplatz dienen. Zwergscharbe, Kormoran, Weissbartgrasmücke, Weissbartseeschwalben und diverse Reiherarten sind weiter zu beobachten.  

Virpazar ist unser letzter Übernachtungsort. Von hier aus sind  Beobachtungsausflüge und kleine Wanderungen möglich in ein Flusstal und ein Bergdorf, Bootsausflüge in die Fjordlandschaft des oberen Seeteils oder eine kleine Wanderung in die Wälder und Steppenlandschaften des nahen Küstengebirges. 

Anforderungen: Wanderdistanzen bis maximal 8 Kilometer und Höhendifferenzen von max. 300 mäæ. Etwas Trittsicherheit erforderlich auf teils ruppigem Gelände. Alternativ bestehen auch Transfermöglichkeiten oder die Option, einen Ruhetag einzuschalten.

Die Tour eignet sich sowohl für erfahrene Ornithologen wie auch für Personen mit wenig ornithologischen Vorkenntnissen sowie für alle, welche die Vielfalt von Kultur und Natur Südmontenegros entdecken und geniessen möchten. 

Teilnehmerpreis: 2400.- CHF mit Flug / 2100.- CHF ohne Flug * 

Teilnehmerzahl: 7 -14 Personen (für Kleingruppen von 4-6 Personen wird ein Aufpreis von 150 CHF vorbehalten). 

Leistungen:

  • Flugreise Zürich-Podgorica und retour in Economy Class/my climate Beitrag
  • Transfers und Gepäcktransport während der Reise laut Programm
  • 9 Übernachtungen mit Frühstück in familiären Mittelklassehotels im Nationalpark Lovcen, Skadar und Virpazar und in Privatunterkünften in Buljarica und Ulcinj, Mittagessen Lunch oder Imbiss in Restaurant oder bei Lokalproduzenten. Abendessen im Restaurant.
  • Einzelzimmer auf Wunsch: Aufpreis 150 CHF
  • Eintritte Nationalpark, Salinen, Museen
  • Ornithologische Fachleitung CH und Montenegro/ lokale Reiseleitung
  • Beitrag für Projekt des CZIP (Center for Protection and Research of Birds of Montenegro)

            (nicht inbegriffen sind Getränke, Trinkgelder) 

*Anreise: Wir verfügen über eine Anzahl vorreservierter Flugplätze mit Montenegro Airlines. Die Anreise ist auch möglich mit Zug und Fähre via Italien oder mit dem Zug via Belgrad. Zeitrahmen: 1-2 Tage. Gerne beraten wir Sie dabei. Zudem gewähren wir einen Nichtfliegerbonus von 50 CHF bei selbständiger Reiseorganisation. 

Ornithologische Fachleitung CH: Hans Gfeller (Exkursionsleiter SVS Feldornithologie und Feldbotanik BirdLife Zürich)

Ornithologische Fachleitung Montenegro: Darko Saveljic, Direktor CZIP (Center for Protection and Research of Birds of Montenegro)

Reiseleitung und Organisation: BalkanTour Judith Schürmann Pobor/ Radovan Pobor

 

Versicherung ist Sache jedes Teilnehmers. Wir empfehlen den Abschluss einer Reise- und Annullationskostenversicherung.

 

Hinweise zur Reise: Nebst ornithologischen Highlights möchten wir mit dieser Reise auch Einblicke in Geschichte, Kultur und Lebensumstände der Menschen vor Ort bieten. Gute Möglichkeiten dazu bieten nebst der in Montenegro lebenden Reiseleitung auch die Begleitung durch den montenegrinischen Ornithologen und Imbisse bei lokalen Produzenten.

Wer Zeit hat, kann vor oder nach dem offiziellen Reiseprogramm einige Tage am Meer oder am Skadarsee verbringen. Gerne helfen wir beim Organisieren und vermitteln entsprechende Kontaktadressen.

 




Reiseprogramm

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Ornithologische Reise Montenegro und Alb
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